"Mehr Zeit zum Lernen – Zeit zum Mehrlernen", der Leitsatz einer jeden Ganztagsschule, wird am Heinrich-Böll-Gymnasium verwirklicht. Das heißt, dass der 20% ige Ganztagszuschlag an Lehrerstellen einerseits genutzt wird, um den Schülerinnen und Schülern einerweitertes Bildungsangebot zu machen, das für alle verbindlich ist und in der Regel zu zwei Nachmittagen mit erweitertem "Unterricht" ( "Langtage" ) führt. 

 

So gibt es z.B. in einigen Jahrgangsstufen mehr stundentafelgebundenen Unterricht in den Kernfächern, der den Fachlehrern mehr Zeit gibt, auf die individuellen Stärken und Schwächen der Schüler/innen einzugehen und im Rahmen einerDoppelstunde gezielt zu fördern. Eine zusätzliche Orientierungsstunde findet in der Erprobungsstufe statt, die dem Klassenleitungsteam zur Verfügung steht, um organisatorische oder pädagogische Probleme mit den Schülern zu besprechen.

In den Klassen 5 und 7 sind 2 Stunden Projektarbeit obligatorisch. Hier können die Schülerinnen klassenübergreifend ein Projekt wählen, das fächerüber-greifende Themen anbietet.

In der 6.Klasse erhalten die Schüler/innen eine halbjährige IT-Grund-ausbildung, die sie befähigt, Textverarbeitungsprogramme für die schulische Arbeit und Zuhause anzuwenden.

In der Jahrgangsstufe 8 ist  eine Förderstunde von 60 Minuten für jeden Schüler/ jede Schülerin verbindlich, wobei das Kernfach und die Niveau-Stufe vom Schüler selbst bestimmt werden kann, nach Rücksprache mit den betreffenden Fachlehrern (M 8).

Eine Stunde Lions Quest Programm in der 5. Klasse und ein halbes Jahr eine Stunde Ernährungslehre in der 5. Klasse vervollständigen das zusätzliche Angebot, an dem alle Schüler/innen teilnehmen müssen.

Darüber hinaus können sie an dem für alle offenen Angeboten teilnehmen, die von Lehrern, engagierten Eltern, Schülern oder Vereinsvertretern geleitet werden. Dies sind die über 20Arbeitsgemeinschaften, Förder- und Betreuungsangebote am Dienstag und Mittwoch und das Betreuungsangebot in der Mittagspause.

So ergibt sich aus dem obligatorischen Mehr an Bildungsangeboten ( in der Regel 2 "Langtage" ) und dem frei wählbaren Angeboten  ein dritter bzw. vierter "Langtag".

Die z.Zt. an Grundschulen und demnächst auch in der Sekundarstufe I erprobten "offenen" Ganztagsschulen unterscheiden sich von unserem Modell dadurch, dass die dort gemachten Angebote sämtlich freiwillig sind, von den Eltern bezahlt werden müssen und in der Regel lediglich Betreuungsangebote sind im Anschluss an den stundentafelgebundenen Unterricht, der von Honorarkräften durchgeführt werden muss, da den Schulen keine zusätzliche Lehrerstelle hierfür zur Verfügung gestellt wird.