Ganztagskonzept

 

Das Heinrich-Böll-Gymnasium ist ein Ganztagsgymnasium in halboffener Form, d.h. es gibt bei uns wahlweise an zwei, drei oder vier Tagen verlässliche ganztägige schulische Bildung, Betreuung und Förderung wie fast überall in Europa, bei uns von

Montag bis Donnerstag, von 8.20 Uhr bis 13.30 Uhr ( 6 Stunden )

und von 14.35 bis 16.00 Uhr ( 2 Stunden )

Mittagspause: 13.30 Uhr – 14.30 Uhr

sowie Freitag von 8.20 Uhr - 13.30 Uhr ( 6 Stunden ).

Um den Andrang in der Mensa während der Mittagspause an den obligatorischen Langtagen zu entzerren, haben alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 ihre Mittagsfreizeit am Montag und am Donnerstag in der 6. Stunde. Der Unterricht am Nachmittag erfolgt dann in der 7., 8. und 9. Stunde. Damit können die „Kleinen“ auch die Spielothek und die anderen Freizeiteinrichtungen uneingeschränkt nutzen.

Das ausreichend lange Wochenende dient der Erholung, aber auch der Nachbereitung bzw. Vorbereitung des Unterrichtsstoffes.

Durch einen Stellenzuschlag von 20% gegenüber herkömmlichen Gymnasien gibt es an unserer Schule ein erweitertes Bildungsangebot, um sich größeres individuelles Wissen anzueignen und selbstständig und eigenverantwortlich - auch in alternativen Unterrichtsformen und Projekten - zu arbeiten. Der sich für alle Schüler/innen daraus ergebende verpflichtende Stundenzuschlag führt so zu zwei sogenannten "Langtagen", in unserem Fall Montag und Donnerstag. 

Unser Ganztagskonzept ermöglicht es aber auch, darüber hinaus eine Reihe individueller Fördermaßnahmen zur Sicherung fachlicher Basisqualifikationen einzurichten, Anleitung zur Hausaufgabenhilfe zu geben und ausreichend Übungsmöglichkeiten anzubieten, auch für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler. So leisten wir einen entscheidenden Beitrag zum

Abbau von Bildungsbenachteiligung. Unser Konzept eröffnet darüber hinaus allen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, ihr Bildungsangebot in über 20 gestalterischen, handwerklichen, experimentellen, musischen und sportlichen Arbeitsgemeinschaften (Dienstag, Mittwoch und Freitag ) zu erweitern, bis hin zum Erwerb verschiedener Qualifikationen

Für Schüler/innen, die von diesem Angebot Gebrauch machen, ergibt sich somit ein dritter bzw. vierter "Langtag".

Während der Mittagsfreizeit (13.05 Uhr – 14.05 Uhr ) haben unsere Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, in der Mensa des Schulzentrums eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen. Eine durch die Eltern aufladbare Chipkarte ermöglicht es den Kindern, das täglich wechselnde vielfältige Angebot in Self-Service Form bargeldlos wahrzunehmen.

Die sich anschließende Erholungsphase können die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Bedürfnissen entsprechend gestalten. Hierbei können sie das vielseitige Spielangebot in der neuen" Spielothek" und den Außenanlagen der Schule nutzen und so Anregungen für individuelle und gemeinsame Freizeitgestaltung bekommen. Außerdem ist es möglich, in der Halle 6 unter Aufsicht von Sportlehrern eine bewegte Pause durchzuführen mit wechselnden Bewegungsangeboten, oft nach eigenen Wünschen. Sie können sich aber auch zurückziehen in die Lernothek, die „ zwei offenen Klassen“ oder in die Stadtbibliothek im Schulzentrum, um in aller Stille zu lesen, Musik zu hören oder sich einfach auszuruhen.

Die Organisation dieser Freizeit und die Aufsicht und Betreuung während dieser Zeit liegen in den Händen von Lehrerinnen und Lehrern, gemeinsam mit engagierten Eltern (zurzeit 27) und Schülerinnen und Schülern, den sogenannten Freizeithelfern (zurzeit etwa 40), die diese Arbeit freiwillig und in eigener Verantwortung – unter Anleitung des Ganztagskoordinators – leisten.

  1.  

    „offene“ Räume

Auch „offene“ Räume bieten unseren Schülerinnen und Schülern in der Mittagsfreizeit die Möglichkeit, ihnen Anregung für individuelle Verhaltensweisen zu geben, ganz nach den Neigungen und Bedürfnissen Einzelner. So z.B.:

  1. die Mensa

  2. die Lernothek

  3. die Turnhalle als bewegte Pause

  4. die „Spielothek“ für diverse Arten von Spielen und als Rückzugsraum

  5. der Aufenthaltsraum neben der Eingangshalle (in Freistunden )

 

 

„Offene“ Räume kommen den unterschiedlichsten Interessen und Bedürfnissen der Schüler/innen entgegen, sich aktiv zu betätigen, sich in Stille zu erholen, die verschiedensten Formen von Gesprächen zu führen – bei gleichzeitig praktizierter Rücksichtnahme und Beachtung aufgestellter Regeln - , ohne die Schüler/ innen in unnötiger Weise zu bevormunden.

Wenn diese Möglichkeit begleitet wird durch Lehrer/innen, die Aufsicht immer mehr als Betreuung – und weniger als „Unfall- bzw. Gewaltverhinderungswache“ – verstehen, indem sie auf die Schüler/innen zugehen, sie beraten, mögliche Aktivitäten initiieren, teilweise sogar selbst mitspielen, dann hat die als lästig bzw. langweilig empfundene passive Pausenaufsicht ein Ende, wenngleich natürlich eine gewisse begleitende Aufsicht nicht aus dem „zweiten Auge“ verloren werden darf. Vor allem aber wird so Entspannung und Motivation für alle Beteiligten erhöht und Ganztagsschule wird zu mehr als „den ganzen Tag Schule!“

 

 

Förderung am HBG im Ganztagesbereich

 

 

Förderung durch Defizitausgleich bzw. –abbau

Wir fördern z. Zt. im Sinne von Defizitausgleich in folgenden Bereichen:

  1. Deutsch als Zweitsprache ( in den Klassen 5 – 7 )

  2. Hausaufgabenbetreuung für die Klassen 5-7 durch Schülerinnen und Schüler, die eine Jugendleiterausbildung absolviert haben und nun als „Paten“ für diese Klassen fungieren.

  3. In der Klasse 8: "M 8 Wissen":

Alle Schüler/innen der 8. Jahrgangsstufe sind verpflichtet, einen der angebotenen Förderkurse in den Kernfächern zu wählen, die zurzeit mittwochs von 14.35 – 15.20 stattfinden.

Diese sind 

so gestaffelt, dass die unterschiedlichsten Niveaus vertreten sind, d.h. sowohl leistungsstarke als auch leistungsschwache Schüler/innen können gefördert werden. Die Zuordnung zur entsprechenden Leistungsgruppe findet in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern statt, der Schüler selbst jedoch entscheidet, welchem Kurs er sich anschließt. Ein Wechsel erfolgt in der Regel nach einem Halbjahr, in besonderen Fällen kann jedoch davon abgewichen werden, wenn die Förderung sehr erfolgreich verlaufen ist. Durchgeführt werden diese Förderkurse von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sowie von Fachlehrern. Die dort Unterrichtenden halten engen Kontakt untereinander, um den einzelnen Schüler optimal zu fördern.

 

  • Förderung in den Klassen 7,9,10

 

Förderung ausgewählter Schüler, die in den Kernfächern Ma, D, E oder F Defizite aufweisen. Diese Förderung wird von Lehrern in Kleingruppen durchgeführt, mit einer maximalen Schülerzahl von 12. Diese Förderung kann innerhalb eines Schuljahres zeitlich begrenzt sein, je nachdem wie sich der Förderbedarf entwickelt.

Förderung im Sinne von Qualifikationserweiterung (Arbeitsgemeinschaften )

 

  1. "Delf". Hinführung zum frz. Diplom ( Klassen 9 / 10 )

  2. Mofa-Führerschein ( Klassen 8 / 9 / 10 )

  3. Erste - Hilfe Ausbildung ( Klassen 7 – 10 )

  4. Rechtskunde – Zertifikat ( Klasse 10 )

  5. Jugendleiterschein ( Klassen 9 / 10 ) in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt. Die Schüler/innen verpflichten sich nach Abschluss der Ausbildung einerseits der Stadt zur Verfügung zu stehen für diverse soziale Veranstaltungen wie Stadtranderholung u.a., andererseits der Schule als "Paten" für die Betreuung der neuen Fünftklässler. Sie begleiten die Klassen z.B. auf der ersten dreitägigen Klassenfahrt in eine Jugendherberge gleich zu Beginn des Schuljahres, um so den Integrationsprozess der Neuankömmlinge zu beschleunigen. Und sie verpflichten sich, ein ganzes Jahr lang (dienstags oder mittwochs, 13.30 – 15.35 Uhr) einmal in der Woche für Hausaufgabenbetreuung ihrer Klasse zur Verfügung zu stehen.

  6. Business English ( Oberstufe )

    Förderung durch ein erweitertes Bildungsangebot

    Ein Teil des erweiterten Bildungsangebotes aus dem 20%igen Stellenzuschlag wird verwendet für fachbezogenen bzw. fächerübergreifenden Unterricht

    • Projektarbeit ( Wahlpflicht / 2 Std. ) (für die Klassen 5 und 7 )

    In den Jahrgangsstufen 5 und 7 wählen die Schüler/innen klassenübergreifend pro Halbjahr ein Projekt aus einem Angebot von vier Themen (z.B. Farben, Philosophieren mit Comics, Vom Korn zum Brot, Wasser u.a.), deren Ergebnisse am Ende des Halbjahres präsentiert werden, teils den eigenen Mitschülern, aber auch bei Schulveranstaltungen einer größeren Öffentlichkeit. Besonders vorzeigbare Objekte verschönern mitunter auch das Schulgebäude bzw. die eine oder andere Glasvitrine innerhalb unserer Schule.

    Diese Art der Projektarbeit bietet Raum für eigenverantwortliches Lernen in der Gruppe, das den Schülern die Möglichkeit eröffnet im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Neigungen am Gelingen einer Gruppenarbeit beizutragen. Sie lässt aber auch der Lehrerin/ dem Lehrer Zeit, durch individuelle Zuwendung Stärken und Schwächen der Schüler/innen zu erkennen – auch im Sozialverhalten – und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

    • Lions Quest (obligatorisch / 1 Std.) ( z. Zt. in den Klassen 5 und 6 )

    Dieser Kurs beinhaltet – wie die Autoren des hierfür zu Grunde gelegten Informationsheftes es nennen – eine Führung "... durch die oft verwirrende Landschaft der Pubertät". Auch das mitgelieferte Elternheft, das wertvolle Erziehungshilfe leistet, ist herausgegeben vom Lions Club International und ist erstellt unter Mitarbeit des Kindheits- und Jugendforschers Prof. Klaus Hurrelmann von der Universität Bielefeld.

    • Ernährungslehre ( obligatorisch / 1 Std. ) ( z. Zt. in 5.II )

    Hier erfahren die Schüler/innen wertvolle Informationen, die – so hoffen wir – zu einem verantwortungsvolleren Essverhalten führen.

    • IT (Informationstechnologie) – Grundausbildung ( obligatorisch / ½Std. )

    ( z. Zt. in Klasse 6 ). Der Lehrgang befähigt die Schüler/innen, Textverarbeitungsprogramme für ihre schulische Arbeit und zuhause anzuwenden

    • Vorbereitung auf die Mathematik Olympiade im Rahmen einer AG, die von einem Fachlehrer geführt und begleitet wird

    • Innerhalb der AG- Angebote lernen interessierte Schüler/innen (Klasse 10 und Oberstufe) schuleigene Radiosendungen zu produzieren in Zusammenarbeit mit Radio Bonn-Rhein-Sieg. 

    Förderung durch gestalterische, handwerkliche, experimentelle, musische und sportliche Arbeitsgemeinschaften

    Aus einem Angebot von über 20 Arbeitsgemeinschaften können unsere Schüler/innen bis zu zwei Angebote frei wählen, z.B.:

    • Tanzen Klassen 5 - 10

    • Orchester Klassen 5 - 10 / Oberstufe

    • Elektronik Klassen 5 - 6

    • Schach Klassen 5 - 10

    • Internet Klassen 8 – 10

    • Kajak Klassen 7-10

    • Badminton Klassen 5-8

    • Werken Klassen 5-10

    • Malen, Zeichnen, Basteln 5-8

     

 

 

 

 

 

 

 

 

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